Schach
Grundlagen des Schachspiels lernen
Wie ziehen die Figuren?
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Der Turm zieht immer in gerader Richtung - waagerecht oder senkrecht - ein oder mehrere Felder weit. Dabei kann er beliebig vor- und (im nächsten Zug) zurückziehen. Er kann keine Figuren überspringen. Steht in der gewünschten Richtung eine eigene Figur, so kann er nur bis zum letzten Feld davor ziehen. Steht in der gewünschten Richtung eine gegnerische Figur, so kann er diese schlagen und statt ihrer das Feld einnehmen. |
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Der Läufer
Der Läufer zieht immer in schräger Richtung - diagonal - ein oder mehrere Felder weit.
Dabei kann auch er beliebig vor- und (im nächsten Zug) zurückziehen.
Auch er kann keine Figuren überspringen. Steht in der gewünschten Richtung eine eigene Figur, so kann er nur bis zum letzten Feld davor ziehen.
Steht in der gewünschten Richtung eine gegnerische Figur, so kann er diese schlagen und statt ihrer das Feld einnehmen.
Die Dame
Die Dame vereinigt in sich die Möglichkeiten von Turm und Läufer. Sie kann also gerade und schräg beliebig viele Felder gehen.
Dabei kann auch sie beliebig vor- und (im nächsten Zug) zurückziehen, kann beliebig zwischen einem geraden und schrägen Zug wählen.
Auch sie kann keine Figuren überspringen. Steht in der gewünschten Richtung eine eigene Figur, so kann sie nur bis zum letzten Feld davor ziehen.
Steht in der gewünschten Richtung eine gegnerische Figur, so kann sie diese schlagen und statt ihrer das Feld einnehmen.
Das hohe Bewegungsspektrum der Dame macht sie zu einer sehr wertvollen Figur, und man sollte aufpassen, dass man sie nicht ohne Not oder ohne zwingenden Gewinnweg verliert.
Der König
Der König zieht in jede Richtung immer ein weit.
Dabei kann auch er beliebig vor- und (im nächsten Zug) zurückziehen.
Auch er kann kein Feld betreten, auf dem eine eigene Figur steht.
Auch er kann eine gegnerische Figur schlagen, um statt ihrer das Feld einnehmen.
Der König kann als einzige Figur kein Feld betreten, auf dem er im nächsten Zug von einer gegnerischen Figur geschlagen werden könnte.
Siehe hierzu: Matt und Patt
Ein Sonderzug ist die Rochade: Von seinem Ausgangsfeld kann der König in einem Zug zwei Felder nach links oder rechts gehen; gleichzeitig stellt sich der Turm, der sich in dieser Richtung befindet auf die andere Seite neben den König. Voraussetzung ist: der König und der betreffende Turm hat noch nicht gezogen, sämtliche Felder zwischen König und Turm sind frei, und der König darf dabei weder aus dem Schach herausziehen, noch durch ein Schach hindurchziehen und natürlich auch nicht im Schach landen.
Der Springer
Der Springer zieht immer ein Feld gerade und ein Feld schräg.
Dabei kann auch er beliebig vor- und (im nächsten Zug) zurückziehen.
Wie sein Name sagt, kann er als einzige Figur andere Figuren, eigene und gegnerische, überspringen.
Auch er kann allerdings kein Feld betreten, auf dem eine eigene Figur steht.
Steht auf dem Zielfeld eine gegnerische Figur, so kann auch er diese schlagen und statt ihrer das Feld einnehmen.
Der Bauer
Der Bauer zieht immer ein Feld nach vorne.
Von seinem Ausgangsfeld kann er auch zwei Felder weit ziehen.
Dabei kann er als einzige Figur niemals zurückziehen.
Auch er kann keine Figuren überspringen. Ein Feld mit einer eigenen Figur, kann auch er nicht betreten.
Auch eine gegnerische Figur in gerader Richtung blockiert seinen Weg.
Er schlägt stattdessen immer nur schräg und kann auf diese Weise das Feld einer gegnerischen Figur einnehmen.
Als einzige Figur zieht der Bauer einen normalen Zug anders, als er schlägt.
Kommt ein Bauer auf der letzten (bzw. ersten) Reihe an, verwandelt er sich in eine andere Figur, nämlich in Dame, Turm, Läufer oder Springer. Dabei spielt es keine Rolle, ob die entsprechende Figur zuvor geschlagen wurde oder nicht. Man kann dadurch auch mit 3 Läufern oder sage und schreibe bis zu 9 Damen spielen.
Ein Sonderzug des Bauers ist das Schlagen en passant: Hat beispielsweise ein weißer Bauer das Feld e5 erreicht, und ein schwarzer Bauer zieht nun von f7 zwei Felder weit nach f5, so geht er dabei ja über das Feld f6 hinüber, auf dem er von dem e-Bauer geschlagen werden könnte. Und tatsächlich kann er auch geschlagen werden, in dem der Bauer von e5 nach f6 zieht und dabei den gegnerischen Bauern vom Feld f5 entfernt. So wird der Bauer f5 im vorübergehen - en passant - geschlagen. Gleiches gilt für jeden anderen weißen Bauern auf der 5. bzw. schwarzen Bauern auf der 4. Reihe: Zieht ein Bauer von seinem Ausgangsfeld zwei Felder weit über ein von einem gegnerischen Bauern bedrohtes Feld hinweg, so kann er von diesem en passant geschlagen werden. Das Schlagen en passant ist - wie jedes andere Schlagen - kein Zwang, allerdings kann dieses Schlagen auch nur sofort erfolgen, oder gar nicht.
Die Notation
Nun eine Kurzpartie, in der die Notation besprochen wird. Zunächst lernen wir die Langnotation.
1. e2-e4 e7-e6.
Anmerkung: Jeder Zug wird nummeriert, zuerst wird der weiße Zug aufgeschrieben und dahinter der schwarze. Bei Bauernzügen wird das Ausgangs- und das Zielfeld angegeben.
2. e4-e5 f7-f5
3. e5xf6 e.p. Sg8xf6
Anmerkung: Ein Schlag-Zug wird mit einem "x" gekennzeichnet. Beim Schlagen en passant werden noch die Buchstaben e.p. ergänzt. Züge von Turm, Springer, Läufer, Dame und König werden mit dem entsprechenden Großbuchstaben begonnen.
4. Lf1-d3 Lf8-c5
5. Sb1-c3 Sf6-d5
6. Dd1-h5 0-0
Anmerkung: Die Rochade wird mit 0-0 im Falle des h-Turms angegeben ("kurze Rochade") und mit 0-0-0 im Falle des a-Turms ("lange Rochade").
7. Dh5xh7+
Anmerkung: Ein Schachgebot (der König wird angegriffen) wird mit "+" gekennzeichnet. Ein Matt wird mit "#" notiert.
Statt der Langnotation ist auch die Kurznotation möglich. Hier wird einfach nur das Ausgangsfeld jeder Figur weggelassen (außer in Fällen, wo ein Feld von mehreren Figuren derselben Art erreicht werden kann). Die obige Partie sieht dann so aus:
1. e4 e6 2. e5 f5 3. exf6 ep Sxf6 4. Ld3 Lc5 5. Sc3 Sd5 6. Dh5 0-0 7. Dxh7+
Für die kurze Notation gibt es eine zweite Variante:
1. e4 e6 2. e5 f5 3. ef Sf6: 4. Ld3 Lc5 5. Sc3 Sd5 6. Dh5 0-0 7. Dh7:
Schlagzüge werden dabei durch " : " markiert, bei Bauern-Schlagzügen werden die beiden betroffenen Linien genannt ("ef" = e-Bauer schlägt nach f).
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